Die Idee: Ein ökologisches Grundeinkommen

Was wir benötigen, um die Klimaziele einzuhalten, ist ein gesamtgesellschaftlicher Lösungsansatz, anstelle von freiwilligem Individualverzicht und CO2-Steuer. Wir brauchen eine gerechte Pro-Kopf Verteilung der Emissionen, die die Menschheit sich noch leisten kann. Ganz nach dem Motto „gleiche Rechte für alle“. Gesteuert durch die Einführung einer Ressourcenwährung „ECO“ (Earth Carbon Obligation). Der ECO bildet als CO2-Währung unseren ökologischen Fußabdruck ab. Mit ihm bezahlen wir die tatsächliche Menge an fossilen Energieträgern, Kohle, Öl und Gas, die ein Produkt oder eine Dienstleistung benötigt. Er schließt alle Schritte ein: Von der Rohstoffgewinnung und Herstellung, über Transport und Vermarktung bis zum Verbraucher. Er ist Dein ökologisches Grundeinkommen. Für die Umsetzung haben wir "Das Alternative Klimakonzept" entwickelt.

 

 

Das ALTERNATIVE KLIMAKONZEPT ist konzeptionell einer Besteuerung überlegen, denn es ist:

  • gerecht, weil jedem Bürger das gleiche Emissionsbudget zugeteilt wird.
  • holistisch, es bezieht beides, Verursacherprinzip und gesamtgesellschaftliches System, mit ein.
  • tolerant, da es ein Maximum an persönlicher Entscheidungsfreiheit ermöglicht, allerdings innerhalb klar gesteckter Grenzen für alle.
  • schnell, weil die Industrie sofort auf die geänderte Nachfrage reagieren wird.
  • detailscharf, weil alle Instanzen der Wertschöpfung einbezogen werden.
  • transparent, weil dadurch alle Kosten unseres ökologischen Fußabdruckes sichtbar werden.
  • schlank, da es nur eines geringstmöglichen bürokratischen Aufwands bedarf.
  • interoperabel, da leicht in bestehende nationale u. internationale marktwirtschaftliche Prozesse integrierbar.
  •  sozial, weil das Wohlstands- und Bildungsgefälle verringert wird.
  • ausgleichend, weil es die Ursachen von Klima- und Armutsmigration reduziert.

  

 

Die Grundidee dieses Klimakonzeptes basiert auf dem Prinzip des Cap, Personalize and Trade  von CO2-Emissionen. Es beschreibt die Einführung einer rationierten CO2-Währung „ECO“ (Earth Carbon Obligation) als kostenloses ökologisches Grundeinkommen für alle. Dieses Budget an CO2-Emissionen wird auf möglichst multinationaler Ebene, basierend auf einem wissenschaftlichen Expertenmodell quantifiziert und gerecht auf alle aufgeteilt. Das Gesamtvolumen wird dabei zyklisch immer wieder verifiziert und flexibel angepasst. Die Parallelwährung ECO ermöglicht die Auspreisung einer jeden Sache mit einem separaten Emissions-Preisschild. Dadurch wird der ökologische Fußabdruck unseres CO2 Konsums quantitativ sichtbar, denn der ECO beinhaltet alle Emissionen, die entlang der Wertschöpfungskette entstehen. Diese tatsächliche Menge an fossilen Energieträgern, die ein Produkt oder eine Dienstleistung benötigt, kann nun verursacherbasiert abgerechnet werden. Das Umweltgut Atmosphäre bekommt dadurch einen materiellen Wert. Durch die neu gewonnene Transparenz hat nun jeder von uns die persönliche Freiheit, wofür er sein rationiertes Kontingent an Emissionen ausgibt und wie er Klimaschutz in sein Leben integriert. Das Konzept liefert auch Antworten zu den Fragen der notwendigen staatlichen Kontrolle, sowie zum Im- und Export von Waren und fossilen Energieträgern mit Drittländern, die noch nicht in das System der Ressourcenwährung ECO eingebunden sind. Außerdem zeigt es auf, warum es konzeptionell einer Besteuerung und dem derzeitigen EU-Emissionszertifikate- Handel überlegen ist.

 

  

Die Schäden, die Klimagas-Emissionen verursachen, sind derzeit in keinster Weise in Produkte eingepreist. Klimaschutz bedeutet demnach auch, dass jeder Klimagas-Konsum, nach dem Verursacherprinzip, mit seinem tatsächlichen Preis beziffert werden muss, wofür die herkömmlichen Währungssysteme in Euro, Dollar, Yen, … allerdings ungeeignet sind. Der Vorteil eines Klimahandels, der auf die kleinste Einheit am Markt, nämlich den Endverbraucher, heruntergebrochen ist, liegt in seinem enorm schnellen Steuerungspotential. Denn durch das veränderte Kaufverhalten der großen Masse an Kunden, werden die Produktionsprozesse der Industrie umweltverträglicher.  

Grundprinzip dieses alternativen Klimakonzeptes ist die Annahme von der Endlichkeit der Ökosysteme als Senke unserer fossilen Klimagasemissionen und des gleichrangigen Rechts eines jeden Menschen auf (Aus)nutzung einer gerecht rationierten, ökologisch verträglichen Menge an Klimagasen. Die Atmosphäre stellt dabei ein gemeinschaftliches Eigentum dar. Die Begrenztheit dieser Ressource „Atmosphäre“ zur Kohlenstoffaufnahme (Senke), wird abgebildet durch eine ebenfalls begrenzte Kohlenstoff-Ressourcenwährung "ECO" (Earth Carbon Obligation), die konsequent an den Erwerb von Konsumgütern und Dienstleistungen gekoppelt ist. Diese zusätzliche Währung "ECO" steht für die Verpflichtung, durch geeignete Regularien (Rationierung), nur noch so viel Kohlenstoff in Form fossiler Primärenergieträger (Kohle, Erdöl und Gas) zu fördern und letztendlich zu verbrennen, dass die globale Erderwärmung gestoppt wird. Das Umweltgut „Atmosphäre“ bekommt dadurch einen materiellen Wert. Herkömmliches Geld ist dazu ungeeignet, da die Geldmengen der etablierten Währungen bei Bedarf ausgedehnt werden können.

 

Die Höhe des Preises dieser Komplementärwährung hängt nach dem Verursacherprinzip ab, von der Intensität des mit der Herstellung der Güter bzw. der Erbringung von Dienstleistungen gekoppelten Verbrauches fossiler Ressourcen, und den damit zusammenhängenden Emissionen (Quelle). 

 

CAP, PERSONALIZE AND TRADE

ERLÄUTERUNGEN SKIZZE

Rationierung:

Jeder Weltbürger hat ein gleichrangiges Recht, durch seinen Konsum Klimagase zu emittieren. Diese Emissionen müssen quantifiziert und rationiert werden, da die Atmosphäre nur eine bestimmte Obergrenze verträgt. Demnach erhält jeder Bürger ein bestimmtes, gleiches umweltverträgliches Kontingent an persönlichen Emissionen, das in Form eines ECO Budgets für seinen Konsum zur Verfügung gestellt wird.

 

m-max.:

„m-max.“ symbolisiert dabei die maximale Masse an Klimagasemissionen, welche die Ökosysteme verkraften können, ohne dass die globalen Systeme anfangen zu kippen. Diese Masse wird auf wissenschaftlicher Basis ermittelt und definiert.

 

Klimabank:

Die Fördermengen der fossilen Primärenergieträger werden entsprechend ihres zertifizierten Klimagasanteiles mit der Kohlenstoff-Ressourcenwährung ECO an die supranationale Klimabank abgeführt. Diese verwaltet die persönlichen und gewerblichen Klimakonten und zahlt jedem Bürger monatlich das rationierte Budget an ECO kostenlos als ökologisches Grundeinkommen aus.

 

Dieses klimaverträgliche Budget kann:

  • selbst kostenlos verbraucht werden
  • anteilig verkauft werden an jemanden, der mehr als das ihm zustehende Kontingent an Klimagas verbrauchen will oder muss
  • bei Bedarf aufgestockt werden, durch Zukauf von jemandem, der sein Kontingent nicht selbst vollständig (ver)braucht.

 

 

ECO:

Unser herkömmliches Geld alleine ist ungeeignet, die Belastung der Ökosysteme durch unseren Konsum abzubilden. Deshalb bedarf es zwingend eines anderen Quantifizierungssystems, einer komplementären Kohlenstoffwährung. Denn es gibt viele Produkte in unserer modernen Konsumgesellschaft, die zwar ökonomisch sehr günstig herzustellen sind und folglich auch billig verkauft werden, deren Herstellung oder Betrieb aber mit hohen ökologischen Kosten für die Umwelt verbunden sind.

 

Klimakonto (persönlich):

Jeder volljährige Bürger erhält zur Erfassung und Abrechnung seines Konsums ein persönliches Klimakonto bei der Klimabank, das monatlich in Form eines für jeden gleichen abgestimmten Betrages aufgeladen wird.

 

Klimabörse:

Private Endkunden sind berechtigt, mit ihren ECO an der Klimabörse Handel zu treiben. Selbst nicht genutzte ECO können gegen Geld verkauft werden, bzw. zusätzlich benötigte ECO hinzugekauft werden. 

Firmen dürfen im Gegensatz zu privaten Endkunden keinen klimabörslichen Handel treiben, um Verwerfungen durch nicht korrekte Bepreisung zum Zwecke der Bereicherung vorzubeugen.

 

ECO Verrechnungskonto (Industrie):

Alle an der Produktion, dem Transport und sonstigen beteiligten Teilinstanzen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette, kalkulieren die verbrauchten ECO (analog zu Geld) für ihren Teilprozess und stellen diese jeweils der nachfolgenden Instanz in Rechnung. Dazu bekommen Unternehmen ein ECO Verrechnungskonto. 

 

Zertifizierung: 

Die fossilen Energieträger Kohle, Öl und Gas, tragen nicht in gleichem Maße zum Treibhauseffekt bei und verbleiben über unterschiedlich lange Zeiträume in der Atmosphäre. Deshalb werden sie bezüglich ihres spezifischen Emissionsbeitrages (CO2e) bewertet und zertifiziert. Dadurch ergeben sich unterschiedliche ECO Kosten.

 

Limitierung:

Die Fördermengen dieser fossilen Energiequellen unterliegen einer marktwirtschaftlichen Limitierung durch das geschlossene Kreislaufsystem der Kohlenstoff-Ressourcenwährung, in dem nicht mehr ausgegeben (gefördert) werden darf, als mit der begrenzten Währung bezahlt werden kann. Innerhalb dieses Kreislaufes müssen die Kosten für die Förderung der fossilen Energieträger letztendlich durch die Bezahlung der Endkunden gedeckt sein.

 

Kompensation:

Wenn durch geeignete Maßnahmen (z.B. durch technische oder ökologische Mittel) eine teilweise Absorption der Klimagase stattfindet, kann das Weltgesamtbudget an ECO entsprechend ausgeweitet, bzw. bei einer Schwächung der Ökosysteme, auch wieder reduziert werden. 

 

 

 

 

 

(Die Lesezeit für das detaillierte Klimakonzept beträgt etwa 25-30 Minuten)