DAS ALTERNATIVE KLIMAKONZEPT

… gerecht, konsequent und zielgerichtet

Ein Angebot für eine alternative Klimapolitik

Mensch und Natur in Einklang zu bringen, ist wohl die größte Aufgabe dieses Jahrhunderts. Ein Wandel der kapitalistischen Wachstumsgesellschaft hin zu verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen dabei unerlässlich.

 

Eine Reduktion bzw. Limitierung des Konsums, wird ohne eine Veränderung unseres westlichen Wohlstandsdenkens nicht möglich sein. Denn, der Luxus einiger Weniger, schadet vielen auf der Welt. Der Mensch sollte sich also durch geeignete Regularien nur so verhalten können, dass dadurch die Rechte Dritter nicht beeinträchtigt werden. Die aktuelle Politik allerdings ist mutlos und wirkungsarm. Was in Gremien und Ausschüssen beratschlagt und letztendlich umgesetzt wird, geht kaum über symbolische Maßnahmen hinaus. Eine Art rasender Stillstand. Nicht einmal das geboten Nächstliegende, um z.B. den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken, wird umgesetzt.

Man verbirgt sich hinter dem Nichthandeln anderer Nationen.

 

Dabei gibt es seit Langem wissenschaftliche Empfehlungen darüber, in welchem Umfang die Politik Emissionen reduzieren müsste, um die Erderwärmung zu begrenzen. Aber es passiert einfach nichts. Zu unpopulär? Zu teuer? Auf der anderen Seite pumpte aber die Europäische Zentralbank noch vor einigen Jahren Milliarden in marode Banken. Warum nicht auch öffentliche Investitionen z.B. gegen die Klimakrise finanzieren und damit zusätzlich noch tausende neuer grüner Jobs schaffen? In der Öffentlichkeit wird viel Kritik geübt und gefordert, mehr zu unternehmen, aber niemand sagt, was konkret getan werden soll. Es gibt zwar gute Ansätze, es mangelt einzig an der Umsetzung.

 

Hier einige Anregungen für eine konsequente Klimapolitik:

Grundidee kompakt

Besteuerung von Emissionen und Appelle an die Eigenverantwortung der Menschen, sind erfahrungsgemäß keine probaten Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels.

 

Die Grundidee dieses Klimakonzeptes ist es, auf möglichst multinationaler Ebene, auf Basis eines wissenschaftlichen Expertenmodells, eine sinnvolle Menge an Weltklimagasemissionen zu quantifizieren, dieses Kontingent gerecht auf alle aufzuteilen und mittels Einführung eines komplementären bargeldlosen Währungssystems, den zertifizierten Konsum realistisch zu bepreisen. Ziel ist es, durch ein individuelles Klimagaskonto, die Emissionen des persönlichen Konsums zu erfassen, diese mittels des komplementären Währungssystems zentralisiert abzurechnen und somit gerecht und sehr effektiv zu limitieren.

 

Die Schäden, die Klimagas-Emissionen verursachen, sind derzeit in keinster Weise in Produkte eingepreist. Klimaschutz bedeutet demnach auch, dass jeder Klimagas-Konsum, nach dem Verursacherprinzip, mit seinem tatsächlichen Preis beziffert werden muss, wofür die herkömmlichen Währungssysteme in Euro, Dollar, Yen, …  allerdings ungeeignet sind. Der Vorteil eines Klimahandels, der auf die kleinste Einheit am Markt, nämlich den Endverbraucher, heruntergebrochen wäre, läge außerdem in dem enorm schnellen Steuerungspotential durch das sich anpassende Kaufverhalten der großen Masse an Kunden, auf die Umweltverträglichkeit der Produktionsprozesse der Industrie.

 

Grundprinzip dieses alternativen Klimakonzeptes ist die Annahme von der Endlichkeit der Ökosysteme als Senke unserer fossilen Klimagasemissionen und des gleichrangigen Rechts eines jeden Menschen auf (Aus)nutzung einer gerecht rationierten, ökologisch verträglichen Menge an Klimagasen. Die Atmosphäre stellt dabei ein gemeinschaftliches Eigentum dar. Die Begrenztheit dieser Ressource „Atmosphäre“ zur Kohlenstoffaufnahme (Senke) wird abgebildet durch eine ebenfalls begrenzte Kohlenstoff-Ressourcenwährung "ECO" (Earth Carbon Obligation), die konsequent an den Erwerb von Konsumgütern und Dienstleistungen gekoppelt ist. Diese zusätzliche Währung "ECO" steht für die Verpflichtung, durch geeignete Regularien (Rationierung), nur noch so viel Kohlenstoff in Form fossiler Primärenergieträger (Kohle, Erdöl und Gas) zu fördern und letztendlich zu verbrennen, dass die globale Erderwärmung gestoppt wird. Das Umweltgut „Atmosphäre“ bekommt dadurch einen materiellen Wert. Herkömmliches Geld ist dazu ungeeignet, da die Geldmengen der etablierten Währungen bei Bedarf ausgedehnt werden können.

 

Die Höhe des Preises dieser Komplementärwährung hängt nach dem Verursacherprinzip ab, von der Intensität des mit der Herstellung der Güter bzw. der Erbringung von Dienstleistungen gekoppelten Verbrauches fossiler Ressourcen, und den damit zusammenhängenden Emissionen (Quelle).

 

 

ERLÄUTERUNGEN

 

 

Rationierung:

Um diese Begrenztheit innerhalb unseres Wirtschaftssystems abzubilden, bedarf es dieser in sich geschlossenen komplementären Kohlenstoff-Ressourcenwährung, die den mit unserem Konsum verbundenen Klimagasausstoß auf ein für die Ökosysteme verkraftbares Maß effektiv rationiert. Eine Besteuerung ist dafür nicht geeignet, da Steuern den Konsum lediglich verteuern aber nicht zuverlässig reduzieren.

 

 

m-max.:

„m-max“ symbolisiert dabei die maximale Masse an Klimagasemissionen, welche die Ökosysteme verkraften können, ohne dass die globalen Systeme anfangen zu kippen. Diese Masse wird auf wissenschaftlicher Basis ermittelt und definiert.

 

 

Klimabank:

Zur Verwaltung der neuen komplementären Währung „ECO“ wird eine supranationale Klimabank geschaffen.

 

 

Klimakonto (persönlich):

Da jeder Weltbürger ein gleichrangiges Recht hat, die Ressource „Atmosphäre“ zu nutzen, indem er durch seinen persönlichen Konsum Klimagase emittiert, bekommt jeder volljährige Bürger zur Erfassung und Abrechnung seines Konsums ein persönliches Klimakonto bei der Klimabank, das monatlich in Form eines für jeden gleichen abgestimmten Betrages aufgeladen wird. Nur volljährige, private Endkunden (natürliche Personen) erhalten ein Klimakonto. Volljährigkeit ist deshalb Voraussetzung, um keinen falschen Anreiz zu schaffen, durch mehr Nachkommen zusätzliche Einnahmen zu erlangen.

 

 

Klimabörse:

Private Endkunden sind berechtigt, mit ihren ECO an der Klimabörse Handel zu treiben. Selbst nicht genutzte ECO können gegen Geld verkauft werden, bzw. zusätzlich benötigte ECO hinzugekauft werden.

 

 

ECO Verrechnungskonto (Industrie):

Alle an der Produktion, dem Transport und sonstigen beteiligten Teilinstanzen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette, kalkulieren die verbrauchten ECO (analog zu Geld) für ihren Teilprozess und stellen diese jeweils der nachfolgenden Instanz in Rechnung. Dazu bekommen Unternehmen ein ECO Verrechnungskonto. Die konsequente Erfassung und Verbuchung der Kohlenstoff-Ressourcenwährung ECO ist effektiv, detailscharf und einfach.

Firmen dürfen im Gegensatz zu privaten Endkunden keinen klimabörslichen Handel treiben, um Verwerfungen durch nicht korrekte Bepreisung zum Zwecke der Bereicherung vorzubeugen. Dadurch wird der Industrie der Anreiz genommen, höhere ECO Beträge zu verrechnen, als tatsächlich verauslagt. Im Gegenteil: Mit dieser Sperre haben Firmen nämlich einen Anreiz, Rohstoffe und Produkte von Vorstufen für möglichst wenig ECO einzukaufen und ihre eigenen Prozesse energetisch zu optimieren, um dann auch selbst nur einen möglichst geringen ECO Betrag weiterreichen zu müssen und somit die eigenen Produkte attraktiver am Markt platzieren zu können.

 

 

Zertifizierung:

Da die Belastung der Atmosphäre mit Klimagasen ganz eng mit dem Verbrauch fossiler Primärenergiequellen verbunden ist, werden diese bezüglich ihres spezifischen Emissionsbeitrages bewertet und zertifiziert. Die verschiedenen Energieträger tragen nicht in gleichem Masse zum Treibhauseffekt bei und verbleiben über unterschiedlich lange Zeiträume in der Atmosphäre. Um diese miteinander vergleichen zu können, wurde der Begriff CO2-Äquivalent (CO₂e) definiert. Er beschreibt eine Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase, im Verhältnis zu CO2. Die komplementäre Kohlenstoff-Ressourcenwährung ECO steht für das CO2 Äquivalent.

 

 

Limitierung:

Die Fördermengen dieser fossilen Energiequellen unterliegen einer marktwirtschaftlichen Limitierung durch das geschlossene Kreislaufsystem der Kohlenstoff-Ressourcenwährung, in dem nicht mehr ausgegeben (gefördert) werden darf, als mit der begrenzten Währung bezahlt werden kann. Innerhalb dieses Kreislaufes müssen die Kosten für die Förderung der fossilen Energieträger letztendlich durch die Bezahlung der Endkunden gedeckt sein. Die Kohlenstoff-Ressourcenwährung zirkuliert in einem geschlossenen Kreislaufsystem zwischen der Klimabank, den Klimakonten der Verbraucher, über alle Wertschöpfungsinstanzen hinweg, bis hin zu der Gewinnung der fossilen Primärenergieträger.

 

 

Kompensation:

Wenn durch geeignete Maßnahmen (z.B. durch technische oder ökologische Mittel) eine teilweise Absorption der Klimagase stattfindet, kann das Weltgesamtbudget an ECO entsprechend ausgeweitet, bzw. bei einer Schwächung der Ökosysteme, auch wieder reduziert werden.

 

Großflächige Abholzungen bedeuten ein geringeres Klimagas Absorptionsvermögen aus der Atmosphäre und somit eine Ausweitung der Erderwärmung. Deshalb führt eine Reduzierung der weltweiten Waldflächen zu einer quantitativen Abwertung der Kohlenstoff-Ressourcenwährung. Es werden weniger ECO ausgegeben, um den konsumbedingten Klimagasausstoss zu reduzieren. Analog dazu würden, z.B. Aufforstungsmaßnahmen eine quantitative Ausweitung der Kohlenstoff-Ressourcenwährung bedingen. So wie mit m max, zyklisch die Aufnahmekapazität der Ökosysteme bestimmt wird, wird auch regelmäßig eine globale Waldflächenbestimmung durchgeführt, um diese Kompensationskomponente einzuschätzen. Innerhalb der Mitgliedstaaten der ECO Währungsunion, besteht eine Verpflichtung zur nachhaltigen Holzwirtschaft.

 

 

 

 

 

(Die Lesezeit für das detaillierte Klimakonzept beträgt etwa 25-30 Minuten)

Klima Konzept

Klimakonzept

Klimawandel

Klimaschutz

Klimakrise

Kohlenstoff-Ressourcenwährung

Klimapaket

Klima Paket