Petition

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Hilf uns den klimaverträglichen CO2-Verbrauch gerecht aufzuteilen.

Unterstütze unseren Appell an die EU den ECO einzuführen.

 

Denn die Herausforderung dem Klimawandel zu begegnen, kann nicht von der Frage der sozialen Gerechtigkeit getrennt werden. Deshalb brauchen wir ein neues Instrument für den Klimaschutz.

 

 

                      be part of the solution,

       not only the pollution


 

Petitionstext

 

Viele Lösungsansätze, den Klimawandel zu stoppen, basieren auf lokalen Maßnahmen der Steuerpolitik. Besteuerungen verteuern unseren Konsum, reduzieren jedoch nicht auch zuverlässig den Ausstoß an klimaschädlichen Gasen. Um die Klimaziele einzuhalten, brauchen wir eine verlässliche Limitierung der Kohlenstoff-Emissionen.

 

Dies soll durch die Einführung einer komplementären CO2-Währung „ECO (Earth Carbon Obligation)“ gesteuert werden, die es ermöglicht, den ökologischen Fußabdruck jedes persönlichen Konsums transparent abzubilden und verursacherbasiert abzurechnen. Das Volumen der Parallelwährung ECO, orientiert sich an dem noch möglichen Klimagas-Emissionsvolumens. Da jeder Bürger ein gleichrangiges Recht hat, dieses Volumen zur individuellen Verwendung zu nutzen, wird es monatlich in Form eines persönliches ECO Budget zur Verfügung gestellt. Durch die neu geschaffene Transparenz der CO2-Währung sehen wir, wieviel unser persönlicher Konsum die Umwelt belastet. Jeder Bürger hat nun die Wahl, wofür er sein persönliches Kontingent an Emissionen ausgibt und wie er Klimaschutz in sein Leben integriert. Endverbraucher werden es sich überhaupt nicht mehr leisten wollen, all die klimaschädlichen Produkte und Dienstleistungen zu konsumieren und mit ECO teuer zu bezahlen. Durch den Druck des Verbrauchers, stellt sich die Industrie automatisch auf klimafreundliche Prozesse um. Realistisch kalkulierte ECO-Preise ergeben sich dabei selbständig nach den Gesetzen der Marktwirtschaft. Unternehmen haben nun ein großes Interesse daran, ihre Produkte ECO-günstig und somit attraktiv am Markt anbieten zu können. Und dies bei geringem, notwendigen behördlichen Aufwand. Geregelt wird über eine einzige fiskalische Stellschraube am Flaschenhals des Gesamtsystems, über die Volumensteuerung der Ressourcenwährung und der staatlich überwachten und kontrollierten Förderung der fossilen Energieträger Kohle, Öl und Gas. Denn der ECO fließt in einem geschlossenen Kreislaufsystem. Er schließt alle Schritte der Wertschöpfungskette ein: Von der Rohstoffgewinnung und Herstellung, über Transport und Vermarktung bis hin zum fertigen Produkt und letztlich dem Endverbraucher. Selbst nicht genutzte ECO können an der Klimabörse gegen Landeswährung gehandelt werden. Niemand kann dabei mehr Emissionen erwerben, als das ermittelte Gesamtbudget vorgibt.

 

Die Schäden, die Klimagas-Emissionen verursachen, sind derzeit kaum durch die etablierten Währungen in die Produkte und Dienstleistungen eingepreist. Die günstigen Kosten, spiegeln oft nur unzureichend die mit dem Konsum verbundene Klimabelastung wider. Basis dieser Petition und des alternativen Klimakonzeptes ist, dass jeder Klimagas-Konsum, nach dem Verursacherprinzip, mit seinem tatsächlichen Preis beziffert wird, wofür die herkömmlichen Währungssysteme ungeeignet sind. Unser normales Geld ist dazu nicht in der Lage, denn eine Sache kann wirtschaftlich sehr günstig herstellbar sein, für die Umwelt jedoch einen hohen Schaden bedeuten.

 

Das System der Parallelwährung ECO ist so designed, dass dem egoistischen Streben nach immer mehr Wachstum und Gewinn, auf Kosten der Umwelt, sinnvoller Einhalt geboten wird. Marktwirtschaftliche Gesetze funktionieren dabei im Einklang mit ökologischer Nachhaltigkeit. Das Verursacherprinzip findet Anwendung auf die kleinste Einheit des Marktes, den Verbraucher. Denn keine Industrie produziert zu ihrem Selbstzweck, sondern für unser aller Konsum.

 

Alleine durch nationales Handeln, lässt sich die Erderwärmung nicht mehr stoppen - die Zeit läuft davon. Daher fordern wir die repräsentativen EU-Institutionen (Kommission, Parlament und Rat) dazu auf, als globale Startinstanz, mittels der Ressourcenwährung "ECO", ein limitierendes europäisches Emissionshandelssystem auf Konsumentenebene einzuführen und dazu konkret folgende Maßnahmen umgehend umzusetzen:

 

1. Rasche Einführung einer komplementäre Ressourcenwährung "ECO" als CO2-Äquivalent des persönlichen Konsums. Zur transparenten Abbildung, gerechten Abrechnung und wirkungsvollen Limitierung des damit verbundenen Verbrauchs fossiler Energieträger Kohle, Öl und Gas.

Das Volumen der Parallelwährung ECO, entspricht dem zulässigen globalen Emissions-Budget an klimaschädlichen Gasen. Diese bargeldlose Parallelwährung wird benötigt, da unser normales Geld nicht in der Lage ist, unseren tatsächlichen CO2-Fußabdruck abzubilden. Denn jede Sache hat zwei Preise, einen ökonomischen und einen ökologischen. Diese beiden Werte müssen nicht unbedingt korrelieren. Eine Sache kann wirtschaftlich für einen sehr geringen Preis herstellbar sein, für die Umwelt allerdings einen hohen Schaden bedeuten. Bezahlt wird ab einem Stichtag alles mit Landeswährung und mit ECO. Die Ressourcenwährung fließt in einem geschlossenen Kreislaufsystem. Sie schließt alle Schritte der Wertschöpfungskette ein: Von der Förderung der fossilen Energieträger, der Rohstoffgewinnung und der Herstellung, über Transport und Vermarktung bis hin zum fertigen Produkt und letztlich den Endverbraucher. Die Fördermengen der Energieträger werden überwacht und müssen mit den eingenommenen ECO aus der Wertschöpfungskette bezahlt werden. Aus diesem Mechanismus ergibt sich die limitierende Wirkung der Ressourcenwährung, wobei nicht mehr Kohlenstoff gefördert bzw. bezahlt werden kann, als das begrenzte Gesamtbudget der komplementären Währung umfasst.

 

2. Etablierung einer Internationalen Klima- Expertenkommission

Die Kommission ermittelt zyklisch das global verbleibende Klimagas-Emissionsbudget und quantifiziert den Anteil auf alle Weltbürger. Sie legt auch die CO2-Äquivalente der fossilen Primärenergieträger fest und bestimmt deren Index für die Kopplung an den ECO.

 

3. Zertifizierung der fossilen Primärenergieträger Kohle, Öl und Gas

Die fossilen Energieträger Kohle, Öl und Gas, tragen unterschiedlich zum Treibhauseffekt bei. Um diese dennoch miteinander vergleichen zu können, wurde der Begriff CO2-Äquivalent (CO2e) definiert. Er beschreibt eine Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase, im Verhältnis zu CO2. Durch die verschiedenen CO2-Äquivalente, ergeben sich auch unterschiedliche ECO Kosten. Der ECO Betrag der geförderten Menge der fossilen Energieträger muss an die supranationale Klimabank abgeführt werden. Die Fördermengen unterliegen fortan einer marktwirtschaftlichen Limitierung durch das geschlossene Kreislaufsystem der Ressourcenwährung, in dem nicht mehr ausgegeben (gefördert) werden darf, als mit der begrenzten Währung bezahlt werden kann. Innerhalb dieses Kreislaufes, müssen die Kosten für die Förderung der fossilen Energieträger letztendlich durch die Bezahlung der Endkunden gedeckt sein. Der ECO zirkuliert in einem geschlossenen System, zwischen der Klimabank, den Klimakonten der Verbraucher, über alle Wertschöpfungsinstanzen hinweg, bis hin zu der Gewinnung der fossilen Primärenergieträger.

 

4. Etablierung einer supranationalen Klimabank

Um das ermittelte Gesamtvolumen mittels der Ressourcenwährung ECO zu verwalten und gerecht auf alle Bürger aufzuteilen, werden von der Klimabank persönliche Klimakonten und gewerbliche Klima-Verrechnungskonten angelegt und verwaltet. Sie überweist, ausschließlich natürlichen Personen, jeden Monat einen für jeden gleichen Betrag der Ressourcenwährung ECO. Dieses Budget kann:

  • Als bedingungsloses, ökologisches Grundeinkommen selbst kostenlos verbraucht werden.
  • Anteilig an der Klimabörse verkauft werden an jemanden, der mehr als das ihm zustehende Kontingent an Klimagas verbrauchen will oder muss.
  • Bei Bedarf aufgestockt werden, durch Zukauf von jemandem, der sein Kontingent nicht selbst vollständig verbraucht.

5. Einrichtung von persönlichen Klimakonten

Jeder volljährige Bürger erhält zur Erfassung und Abrechnung seines ECO Konsums ein persönliches, bargeldloses Klimakonto bei der Klimabank. Die Aufladung erfolgt monatlich in Form eines für jeden gleichen ECO Betrages. Dieser ergibt sich aus dem ermittelten Jahresbudget, in Abhängigkeit zum verbleibenden Emissionskontingents.

 

6. Einrichtung von Klima-Verrechnungskonten für die Industrie

Gewerbliche Betriebe erhalten ein Verrechnungskonto, zur Verbuchung der ECO zwischen den vor- und nachgeschalteten Teilinstanzen innerhalb der Wertschöpfungskette:

  • Förderunternehmen fossiler Energieträger bezahlen volumenabhängig ECO an die Klimabank. Oder anders ausgedrückt, es kann nur die Menge fossiler Energieträger gefördert werden, wie mit der begrenzten Ressourcenwährung bezahlt werden kann.
  • Weiterverarbeitende Betriebe zahlen mit der Ressourcenwährung an die Förderunternehmen.
  • Alle an der Produktion, dem Transport und sonstigen beteiligten Teilinstanzen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette, kalkulieren die für ihre Prozesse benötigten ECO und stellen diese jeweils der nachfolgenden Instanz in Rechnung.
  • Das letzte bzw. erste Glied in der Kette ist der Endverbraucher, der durch seine freie Konsumentscheidung und die Begrenztheit seines persönlichen Budgets die notwendigen Veränderungen der Produktionsprozesse bewirkt.

7. Etablierung einer Klimabörse

Private Endkunden sind berechtigt, ihr persönliches Budget zu handeln. Selbst nicht genutzte ECO können gegen Geld verkauft werden, bzw. zusätzlich benötigte ECO hinzugekauft werden. Firmen dürfen im Gegensatz zu privaten Endkunden keinen Handel treiben, um Verwerfungen durch nicht korrekte Bepreisung zum Zwecke der Bereicherung vorzubeugen. Die Ressourcenwährung ECO soll nicht zum Anlage- bzw. Spekulationsobjekt verkommen, sondern den realen ökologischen Wert unseres Konsums widerspiegeln. Dadurch wird der Industrie der Anreiz genommen, höhere ECO Beträge zu verrechnen, als tatsächlich verauslagt. Im Gegenteil: Mit dieser Sperre haben Firmen einen Anreiz, Rohstoffe und Produkte von Vorstufen für möglichst wenig ECO einzukaufen und ihre eigenen Prozesse energetisch zu optimieren, um dann auch selbst nur einen möglichst geringen ECO Betrag weiterreichen zu müssen und somit die eigenen Produkte attraktiver am Markt platzieren zu können.

 

8. Durch geeignete internationale Handelsgesetze, soll die Schnittstelle Außenhandel mit anderen Nationen an das System der Ressourcenwährung ECO adaptiert werden, um auch ein globales Funktionieren der Emissionsreduktion zu gewährleisten und die Ressourcenwährungsunion sukzessive auszuweiten. 

 

9. Die EU-Institutionen Expertenkommission, Klimabank und Klimabörse sollen in der Verantwortung der UN, als Verwalter des ökologischen Vermögens der Erde, liegen.

 

 

Was sind die Vorteile?

 

  • Der ECO ist konzeptionell einer CO2-Besteuerung überlegen. Diese Lösung funktioniert über eine einzige fiskalische Stellschraube, nämlich der Volumensteuerung der Ressourcenwährung.
  • Der ECO Preis der Produkte und Dienstleistungen, ergibt sich automatisch und unkompliziert durch marktwirtschaftliche Mechanismen, allerdings innerhalb eines nachhaltigen, geschlossenen Kreislaufsystems.
  • Es bedarf nur eines Minimums an administrativen staatlichen Maßnahmen, weil sehr effektiv am Flaschenhals der gesamten Wertschöpfungskette angesetzt wird. Nämlich bei der Förderung der fossilen Energieträger Kohle, Öl und Gas.
  • Wirtschaftliche Produktionsprozesse werden durch den Druck des Verbrauchers klimafreundlicher, da nun ECO-günstiger Konsum nachgefragt wird.
  • Durch die neu geschaffene Transparenz der CO2-Währung sehen wir, wieviel unser persönlicher Konsum die Umwelt belastet. Die Verantwortung über die Veränderung des Konsumverhaltens, wird an den Bürger zurückgegeben. 
  • Der ECO ist detailscharf, weil alle Instanzen der Wertschöpfung, bis hin zur kleinsten Schraube, einbezogen werden.
  • Der ECO bietet auch mehr Planungssicherheit für die Industrie.
  • Der ECO verringert das Wohlstandsgefälle. Denn die Umweltkrise kann nicht isoliert von sozialen Gesichtspunkten betrachtet werden. Menschen, die ihren Überschuss an ECO verkaufen, werden eine neue zusätzliche Einnahmequelle haben, weil andere für ihr Mehr an Emissionen bezahlen, was sie heute nicht müssen. Der ECO bewirkt also neben dem positiven Effekt, der Emissionsreduktion, auch ein Mehr an sozialer Gerechtigkeit.
  • Nicht zuletzt ermöglicht der ECO ein Maximum an persönlicher Entscheidungsfreiheit. Jeder hat die Wahl, wie er Klimaschutz in sein Leben integriert. Denn jeder Bürger entscheidet selbst, für welchen Konsum das eigene Budget verwendet wird, allerdings innerhalb ganz klar gesteckter Grenzen für alle.
  • Weiterhin könnte auch die Emission von Methan, als klimawirksamem Gas, in Verbindung mit der Fleischmassenproduktion, in einem folgerichtigen weiteren Schritt in das System der Ressourcenwährung ECO integriert werden.

 

Hilf uns, den klimaverträglichen CO2-Verbrauch gerecht aufzuteilen. Unterstütze unseren Appell an die EU, die Ressourcenwährung ECO einzuführen.

 

 

Vielen Dank dafür!

 

Das Team von

                            SaveClimate.Earth e.V.