Importe & Exporte in der Ressourcenwährungsunion (RWU)

 

Importe und Exporte bestimmen unser globales Wirtschaftssystem – sowohl von Waren, als auch von Energie. Das Systemdesign innerhalb einer Ressourcenwährungsunion in Richtung Nachhaltigkeit zu verändern, ist die eine Sache. Aber auch die Schnittstellen zum Rest der Welt müssen beschrieben sein, um weiter miteinander Handelsbeziehungen unterhalten zu können. Nicht weniger wichtig dabei ist das zuverlässige Funktionieren der Emissionen limitierenden Wirkungsweise der Kohlenstoff-Ressourcenwährung ECO sicherzustellen.

Import fossiler Energieträger in die RWU

Nun kann man anmerken, dass es beispielsweise Russland als Erdgaslieferant für die RWU kaum interessiert, ob innerhalb der RWU die Förderung fossiler Energiequellen mit einer limitierten Kohlenstoff-Ressourcenwährung bezahlt werden muss. Richtig! Auch der Import bzw. Export fossiler Energieträger und auch der Warenhandel muss durch ein alltagstaugliches Klimakonzept abgedeckt sein:

 

 

Szenario:

Die EU importiert Gas aus Russland, welches nicht Teil der Ressourcenwährungsunion (RWU) ist. Der Gasquellenbetreiber führt folglich keine ECO an die Klimabank ab. Stellvertretend muss das erste weiterverarbeitende Unternehmen in der EU, den mit dem Gas verbundenen, spezifischen ECO Betrag an die Klimabank abführen. Wird das daraus gewonnene Endprodukt innerhalb der RWU verkauft, bleibt der Kreislauf stringent in sich geschlossen.

 

Sollen fossile Energieträger in die RWU importiert werden, muss dieses zusätzliche Kontingent an Klimagas Emissionen konsequent an das System der Kohlenstoff-Ressourcenwährung ECO adaptiert werden. Zur Erinnerung: Bei Verwendung von fossilen Energien aus der RWU selbst, müssen alle an der Wertschöpfungskette beteiligten Unternehmen, ihren Verbrauch mit dem entsprechenden Betrag der Kohlenstoff-Ressourcenwährung ECO an die Förderunternehmen bezahlen, die wiederum ihren Anteil entsprechend der Fördermenge an die Klimabank abzuführen haben.

 

Anstelle der RWU internen Förderunternehmen tritt nun die importierte fossile Primärenergie. In diesem Fall müssen die an der Wertschöpfung beteiligten Unternehmen nun direkt die Ressourcenwährung an die Klimabank abführen. So bleibt der Kreislauf des Systems Ressourcenwährung geschlossen und es ist weiterhin sichergestellt, dass nur so viel klimaschädlicher Konsum getätigt werden kann, wie sich Ressourcenwährung in Umlauf befindet. Die Limitierung des Einsatzes fossiler Energien innerhalb der RWU bleibt gewährleistet durch die Rationierung des Konsums, durch die nur begrenzt verfügbare Ressourcenwährung für die Konsumenten. Das System bleibt stringent in sich geschlossen. So entsteht übrigens auch ein wirtschaftlicher Handelsdruck für Länder, die noch nicht Teilnehmer sind.

Export fossiler Energieträger aus der RWU

Die Förderunternehmen innerhalb der RWU müssen für die abgebauten Mengen an fossilen Energieträgern ECO an die Klimabank abführen - auch für Exporte. Da aber keine ECO Einnahmen von Produktion und Konsum aus der RWU gegenüberstehen, bekommt der Exporteur die beaufschlagten ECO direkt von der Klimabank erstattet. Käufer außerhalb der RWU müssen allerdings den ECO-Wert fossiler Brennstoffe, entsprechend aktuellem Tageskurs an der Klimabörse, zusätzlich zum Kaufpreis, als CO2-Zoll entrichten. Dies erhöht den Anreiz, fossile Energieträger mit niedrigerem CO2-Gehalt und einem energetisch möglichst geringen Förderaufwand zu favorisieren.

Import von Waren in die RWU

Die RWU ist ein geschlossenes System, in dem ECO gegen fossilen Konsum getauscht werden, um zu erreichen, dass Konsumenten innerhalb der Union nicht mehr klimaschädliche Waren und Dienstleistungen konsumieren können, als ihrem rationierten Quotienten entspricht.

Kommen Waren von außerhalb der RWU in unseren Markt, müssen diese beim Importieren an unser System adaptiert werden. Denn Produzenten außerhalb der Union müssen keine ECO abführen. Stellvertretend muss der Importeur innerhalb der RWU den, mit den importierten Waren, verbundenen ECO-Betrag an die Klimabank entrichten. Dazu müssen die Waren entsprechend ihres Klimagasanteiles bzgl. Materialgewinnung, Produktion und Transport bewertet und zertifiziert werden. Anschließend führt der Importeur die ausgewiesenen ECO dieser Waren direkt an die Klimabank ab statt, wie ansonsten üblich, an seine Vorstufen innerhalb der RWU. Die verauslagten ECO erhält er, so wie bei dem Erwerb der Waren von Vorstufen innerhalb der RWU auch, durch deren Weiterverkauf zurück. So bleibt weiterhin sichergestellt, dass die Bürger innerhalb der RWU nur in dem Maße klimaschädlich konsumieren können, wie sich Ressourcenwährung in Umlauf befindet. Die Limitierung des CO2-Konsums innerhalb der RWU bleibt gewährleistet, durch die nur begrenzt verfügbare Ressourcenwährung. Das System bleibt stringent in sich geschlossen. So entsteht übrigens auch ein wirtschaftlicher Handelsdruck für Länder, die noch nicht Teilnehmer der RWU sind.

 

Export von Waren aus der RWU

In der RWU produzierte Waren werden verzollt, wenn diese außerhalb der RWU exportiert werden. Denn sie wurden innerhalb des geschlossenen ECO-Kreislaufes mittels der limitierten fossilen Energieträger hergestellt und über die Kohlenstoff-Ressourcenwährung ECO bepreist und abgerechnet. Da der externe Käufer diese Waren nicht mit ECO bezahlen kann, erhält der Verkäufer, die mit seinen Produkten beaufschlagten ECO direkt von der Klimabank erstattet, weil in diesem speziellen Fall kein RWU-Endkunde diese mit seinem Budget bezahlt. Die Zirkulation der Ressourcenwährung, darf durch den Export solcher Waren nicht unterbrochen werden. Die Höhe dieses CO2-Zolls entspricht dem aktuellen Tageskurs des ECO an der Klimabörse und wird zusätzlich zum Kaufpreis der Ware entrichtet. Dadurch wird sichergestellt, dass Firmen, die für Kunden außerhalb der RWU produzieren, dennoch einen Anreiz haben, diese Waren klimafreundlich herzustellen. Denn Produkte mit geringen ECO-Kosten sind somit nicht nur für Kunden innerhalb, sondern auch außerhalb der RWU attraktiver. Das System bleibt auch hier wirkungsvoll in sich geschlossen.

Konsum-Ressourcenkette Import/Export

Innerhalb der RWU dürfen nicht mehr Klimagas Emissionen durch Im- und Exporte zugelassen werden, als dem wissenschaftlich ermittelten Quotienten entspricht. Die Handelsschnittstellen zu anderen Ländern müssen dabei so ausgelegt sein, dass das zulässige Gesamtvolumen innerhalb der Mitgliedsstaaten nicht ausgehöhlt wird. Deshalb müssen Im- und Export Transaktionen an die Ressourcenwährung ECO adaptiert werden. Ziel ist, dass Bürger innerhalb der RWU nicht über ihr CO2-Budget hinaus konsumieren können, egal wo die Produkte hergestellt wurden oder wo auf der Welt die fossilen Energieträger gefördert wurden.

Import:

Export: